14.1.09

Winds Of Change

Pünktlich zum Jahreswechsel ist im Basilisk Verlag der von mir übersetzte Band “Winds of Change” erschienen. Jason Brannon dürfte seit seiner Zusammernarbeit mit Kim Newman zu “Die Kirche der toten Zungen” auch in der lovecraft’schen Zunft bekannt sein.

Autor: Jason Brannon
Verlag: Basilisk Verlag
Preis 12,80 €
Umfang: ca. 180 Seiten
Übersetzer: Tobias Bachmann
Cover: Benjamin König
ISBN: 3-935706-38-3

Inhalt:

Eine Gruppe von Fremden ist in einem Eisenwarengeschäft gefangen, während draußen geheimnisvolle Winde jeden, der sich hinauswagt, in eine Salzsäule verwandeln. Ist dies die Folge von fehlgeschlagener biologischer Kriegsführung oder ein argloser Terroristenanschlag? Ist es ein biblischer Fluch aus der Zeit der Plagen im alten Ägypten? Oder ist es doch etwas viel Düsteres …

Ein Streichquartett wird im Inneren eines Konservatoriums von Kreaturen aus den Tiefen des Meeres gefangen gehalten. Der Auftrag der Wesen lautet, die Musik der Gefangenen zu stoppen. Die einzige Überlebenschance des Quartetts liegt in ihrer Fähigkeit Musik hervorzubringen. Deshalb müssen sie entweder bis in die Ewigkeit weiterspielen oder sterben …

Ein Obdachloser freundet sich mit einem Jugendlichen an, der Voodoo-Götter durch die Graffiti, die er an die Mauern der Stadt sprüht, heraufbeschwören kann. Als einer der Götter entflieht, bedarf es mehr als nur Freundschaft, um dem Jungen zu helfen.


31.12.08

2009

Ich wünsche auf diesem Wege Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr, auf dass all Euere Wünsche in Erfüllung gehen: Glück, Gesundheit und die guten Vorsätze.
Außerdem empfehle ich Euch: Esst mehr Glückskekse!
In meinem stand geschrieben: "Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf. Der Erfolg ist Ihnen sicher."
Nun, ich werde ihn beherzigen, und alles daran setzen, dass meine Phantasie gut geölt durchs neue Jahr rauscht. Immerhin ist mal wieder einiges geplant. Dagons Erben rufen schon.
Ansonsten kann ich noch verkünden, dass 2009 für mich offline beginnt. Wegen Anbieterwechsel werde ich erst wieder mitte Januar ins Netz können. So lange ist es auch mal wieder nichts mit eMails. Ich bitte daher um ein wenig Geduld.
Cheers!

15.11.08

Nachtgeschichten VIII am 21. 11. 2008


Nach einer kreativen Pause im letzten Jahr finden erneut die legendären "Nachtgeschichten" in Sennfeld im Bürgersaal der "Alten Schule" statt. Es handelt sich hierbei um eine Konzeptlesung, die locker am roten Faden der unheimlichen fantastischen Literatur ausgerichtet ist.

Es performen die Geschichten der Angst: Tobias Bachmann, Markus K. Korb, Stefan E. Pfister.

Dazu gibt es Musik von Rüdiger Wolf.

Eintritt 4 Euro, Vorverkauf findet ab sofort im Rathaus in Sennfeld in Zi. 4 statt

7.11.08

Krankenhaus und eMails


Es war (k)eine schöne Woche Urlaub, die ich da im Krankenhaus erlebte. Das klaustrophobische Gefühl im Magnet-Resonanz-Tomographen ist dank des darin durchlebten Techno-Musik-Erlebnisses die reinste Hölle, und seit die elektronische Leitfähigkeit meiner Nervenstränge mit gefühlten 10-Millionen Ampere/Volt (oder was auch immer für Strom die korrekte Bezeichnung sein mag), geprüft wurde, weiß ich, wie man sich auf dem elektrischen Stuhl fühlen muss. Das tollste ist, dass keiner der Ärzte herausfinden konnte, was mir überhaupt fehlt. Ich leide seit zwei Wochen an eingeschlafenen, pelzigen, kribbeligen Füßen, die mir das Laufen erschweren, das Treppensteigen nahezu unmöglich machen. Immerhin konnte neurologisch alles ausgeschlossen werden, was mich eigentlich beruhigen müsste.
Beunruhigend fand ich hingegen, dass mich während eben dieser Woche keine einzige eMail erreicht hat. Aus unerklärlichen Gründen wurden diese nämlich alle von meinem Server gelöscht. Unauffindbar, unwiederruflich. Von daher bitte ich um Nachsicht, sollten eMails unbeantwortet bleiben. Ich habe sie schlichtweg nicht bekommen. Die Sender mögen mir daher wichtige eMails nocheinmal zuschicken, wobei ich nicht garantieren kann, ob diese mich nun erreichen, oder dennoch gelöscht werden. Irgendwo ist da derzeit der Wurm drin.
Ich bitte also um Nachsicht. Ebenso was die schon lange auf eine Überarbeitung wartende Homepage anbelangt. Anfang nächsten Jahres wird auch dieses Problem behoben sein.
Ansonsten geht es hoffentlich jedem gut.
Mit Ausnahme meiner Füße passt bei mir alles.

27.8.08

Kaleidoskop der Seele

Paketzustellungen können m.U. manchmal lustig sein. Es war gegen 11:00 Uhr, als der Paketbote vom Hermesversand klingelte. Dass das Paket unter seinem Arm vom Atlantis-Verlag stammt, erkannte ich sofort, und unverzüglich wusste ich auch schon, was sich darin befinden würde: Die Belegexemplare vom Kaleidoskop der Seele. Nun ist daran noch nichts lustiges - eher war ich mit Vorfreude erfüllt. Ich riss ihm das Paket aus der Hand, kritzelte eine Unterschrift, die der meinen nur im Entferntesten gleicht auf dieses komische Gerät, das einem mittlerweile vom Paketzusteller hingehalten wird, und auf dem ein Schriftsteller mit einer Sauklaue wie ich sie habe, nicht richtig schreiben kann. Und während ich quittierte, stammelte der Bote: "Entschuldigen Sie, mir ist das immens peinlich, aber: dürfte ich mal Ihre Toilette benutzen?" Natürlich muste ich grinsen, ließ ihn aber ein- (und aus-)treten. Solche Probleme kann man durchaus nachempfinden, und wenn wer den ganzen Tag mit dem Auto Pakete ausfährt, so stellt man sich eh die Frage, wo ein solcher Mensch seine Notdurft verrichtet. Ich zeigte ihm den Weg zur Toilette und musste noch einmal lachen, als er meinte: "Es kann aber ein paar Minuten dauern. So drei, vier... vielleicht auch fünf."
"Lassen Sie sich ruhig Zeit", sagte ich. "Und sparen Sie nicht an Papier. Ich habe gerade erst neue Rollen eingekauft." Der Herr saß dann also auf meinem Klo, als es schon wieder klingelte. Die Nachbarn waren es, und baten um eine Unterschrift. Die Straße, die an unserem Haus vorbeiführt, soll zu einer Hauptverkehrsader ausgebaut werden. Es fahren jetzt schon viel zu viele LKWs entlang, so dass es tagsüber keinen Spaß macht, auf dem Balkon zu faulenzen (oder zu schreiben), und die Baustelle nebenan tut ihr übriges, einem dieses zu verleiden. Ich unterschrieb also, den Zettel an der Tür, das Paket mit den Büchern zu meinen Füßen, und der peinlich berührte Paketlieferant kroch plötzlich unter meinen Armen, die gegen meine geöffnete Tür gelehnt waren, hindurch, murmelte ein "Dankeschön", und verschwand im Treppenhaus. Die Nachbarn guckten etwas irritiert, und ich faselte etwas von Toilette und deutete auf das Paket. Vermutlich haben sie gedacht, da wäre ein neuer Badvorleger drin.
Ich weiß nicht, wie es Ihnen mit solchen skurrilen Alltagssituationen ergeht. Ich finde so etwas lustig. Ich kann mich über derartiges königlich amüssieren und werde bei der nächsten Lieferung von Hermes mir ein zweideutiges Kommentar sicher nicht verkneifen können.
Aber egal. Mir war nun einfach danach, die Situation festzuhalten. Kommen wir zum Eigentlichen: Das Kaleidoskop der Seele ist erschienen! Zum dritten und eigentlich sogar schon zum vierten Mal. Das Buch ist optisch und inhaltlich äußerst gut gelungen. Der Verlag hat sich mächtig ins Zeug gelegt, wie ich finde. Das Buch ist ein Schmuckstück geworden. Die 200 Seitige Retrospektive (1993-2007) ist für 12,90 Euro über die ISBN 978-3-936742-75-6 direkt beim Verlag oder im guten Buchhandel erhältlich. Greifen Sie zu. Es lohnt sich. Und bei diesem Buch weiß man nie, wie lange man es noch kriegt. Nein, keine Sorge, es ist nicht limitiert, oder sowas. Aber wenn man die Geschichte dieses Buches berücksichtigt, könnte man glauben, das Buch selbst habe eine Seele. Wer näheres dazu wissen möchte: Ich erzähle im entsprechenden Nachwort davon.
Die Titelgeschichte Kaleidoskop der Seele hat es übrigens nicht mehr mit ins Buch geschafft. Aber sie erscheint. Versprochen. Erscheinungsort wird die Anthologie Zwielicht sein, die im Frühjahr 2009 bei Eloy Edictions erscheinen soll. Merken Sie sich das schon einmal vor. Titelgeschichte und Buch passen hervorragend zueinander.
Und noch eine Veröffentlichung gibt es. In der Ausgabe Nummer 10 von Arcana - Magazin für klassische und moderne Phantastik gibt es einen Artikel von mir über den okkultistischen Werdegang des Schriftstellers Gustav Meyrink. Wer sich dafür interessiert: Das Magazin ist erschienen im Verlag Lindenstruth, und für 4,00 Euro unter der ISSN 1610-7373 erhältlich.
Einen schönen Sommer noch!

14.8.08

Interview

Bereits im letzten Jahr gab es auf Omnia Exeunt In Mysterium einige Sommerinterviews, und auch dieses Jahr wird das Projekt vom Team von cthulhu.de fortgeführt:

Mit Tobias Bachmann haben wir heute den Autor von Das Spiel der Ornamente als Interviewpartner. Gemeinsam mit Markus K. Korb schrieb er im letzten Jahr den Episodenroman Das Arkham-Sanatorium, der in Lovecrafts hexenverfluchten Stadt am Miskatonic spielt. Tobias Bachmann ist außerdem Übersetzer, hat Kurzgeschichten zu unterschiedlichen Anthologien beigesteuert (Die Legende von Eden, Liberate me, Disturbania) und ist nicht zuletzt Autor der Bücher Kaleidoskop der Seele, Novalis’ Traum und Auspizien.

Das Interview findet der geneigte Leser auf der Seite cthulhu.de

Viel Spaß beim Lesen!